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„Die Elektrischen fahren über den Platz die Alexanderstraße herauf durch die Münzstraße...“

(Berlin Alexanderplatz, Alfred Döblin)



Auch wenn heutzutage keine Straßenbahnen mehr hier fahren, und die Münzstraße und die umgebenden Straßen auch nicht mehr der von Alfred Döblin treffend beschriebene Sündenpfuhl ist, entwickelte sich die Münzstrasse in der Nachwendezeit rasant wieder zu der geschäftigen Verbindungsmeile zwischen Alexanderplatz und Scheunenviertel, die sie auch vor dem Zweiten Weltkrieg war. Sie zeigt sich heute Einheimischen und Touristen als kreative und geschäftige Achse des historisch am besten erhaltenen Stadtteils Berlins.


Im Zentrum der sogenannten „Berliner Altststadt“ befindet sich an der Kreuzung zur Neuen Schönhauser Strasse das denkmalgeschützte Ensemble mit der Hausnummer 23, das den Münzsalon beherbergt.


Der Münzsalon wurde 2004 von Waling Boers, Michael Krome und Martin Schacht in den ehemaligen Räumlichkeiten des Aufbau Verlags gegründet. 


Mit der Unterstützung zahlreicher Akteure des internationalen Berliner Kulturlebens wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet, der die Trägerschaft des Clubs übernahm. 

Akteure der ersten Stunde waren Elisabeth von Reden, Monica Bonvicini, Thomas Demand, Olafur Eliasson, Joelle und Eric Romba, Volker Mauch, Reiner Stockmann, Heike Mühlhaus, Mathias Röing und viele mehr.


Die in größten Teilen original erhaltene Substanz einer ehemaligen Fabrikantenwohnung entreißt uns auch heute noch in beeindruckender Art und Weise in das großbürgerliche Lebensgefühl des ausgehenden 19. Jahrhunderts. „Das Motiv für uns Gründer war es ein Ort zu generieren, welcher sich weder als Restaurant noch als Bar oder Nachtklub definierte, sondern sich ganz in der sozial-kommunikativen Tradition der Salon- Idee äußert. Es sollte hier ein für Berlin einzigartiges Wohnzimmer für Kreative und ihre Freunde geschaffen werden.“


Dieses Konzept der Zusammenführung kultureller Kompetenzen zeigte sich von Beginn an als sehr erfolgreich.

Die clubeigenen Veranstaltungen mit ihren allabendlichen Diskussionen führten zu weitreichenden und kulturrelevanten Verknüpfungen und Kooperationen, so entwarf man hier auch die Idee der Gründung einer temporären Kunsthalle auf dem Areal des geplanten Berliner Stadtschlosses. 


Heute, und nach den Verengungen der bürokratischen Richtlinien in einem gentrifizierten Berlin Mitte agiert der Münzsalon weiter als Raum für geschlossene institutionelle sowie private und kulturnahe Veranstaltungen, er erweist sich weiter als kontinuierlicher Partner innerhalb der kreativwirtschaftlichen Landschaft unserer Stadt.